girls4tokiohotel
Tour durchs Netz

3.2.07 20:12


Zwischen den Stühlen

Neue TH-FF von mir!
Ich dachte ich stell sie mal on...
Is allerdings noch lange nicht fertig!
Ich freu mich immer über Commis! ^^

lg, Sophia


Zwischen den Stühlen

Inhalt:
Promotermine für Tokio Hotel und Ve & Andi begleiten ihre besten Freunde für vier Tage dabei. Alles ist wie immer. Aber bald befinden sich zwei von ihnen zwischen den Stühlen. Und dann gibt es da auch noch einen Anderen... Aber was jetzt? Herz oder Verstand? Das ist hier die Frage!

Kapitel 1
Als ich aufwache hänge ich mit meinem Kopf auf Andi` s Schulter, mein Mund steht offen und ich… sabbere!
Oh Gott ist das peinlich! Ich hab noch nie in der Öffentlichkeit gesabbert! Geschweige denn auf die Schulter von meinem besten Freund!
Andi schaut zuerst mich an, als er merkt das ich aufgewacht bin, dann den Nasen Fleck auf seinem Ärmel. Er grinst mich fett an und ich würde am liebsten vor Scham im Boden versinken!
„Mist! Hab ich doch tatsächlich vergessen deine Mutter zu fragen ob du auch dein Sabbertuch dabei hast…“ lacht er.
Ich spüre wie ich knallrot anlaufe und drücke mich von ihm weg.
„Tut mir leid!“ sage ich verlegen - es tut mir wirklich leid!
„Macht doch nix! Nachdem du mir letztes Jahr Silvester volle Kanüle in den Schoß gekotzt hast kann mich so schnell nicht` s mehr schocken!“ grinse er wieder und zieht mich mit seinem Arm an sich heran.
Ich lege meinen rechten Arm um seine Brust und kucke aus dem Fenster.
Was für ne peinliche Aktion! Damit wird er mich noch tausend Jahre aufziehen!
Aber gut. Ich bin ja nicht die Einzige der mal so was passiert…
Okay! So was vielleicht schon! Aber generell passieren Peinlichkeiten nicht nur mir!
„Wie lange fliegen wir noch?“ frage ich ihn um vom Thema abzulenken.
„Als du geschlafen hast hat die Stewardess durchgesagt das wir in ca. 15 Minuten landen werden“ meint er und richtet seinen Blick ebenfalls aus dem Fenster.
Die Wolken schweben an der Scheibe vorbei.
Hach… ich liebe es zu fliegen! Leider ist das heute nur ne Kurzstrecke. 45 Minuten und 30 davon hab ich verschlafen!
Es tut mir einfach nicht gut, wenn ich bis in die Puppen wach bleibe…
„Weißt du“ murmelt Andi in mein Haar „… mmmh! Das riecht gut! Ist das Herbal Essences?“
„Jap! Waldfrüchte! Hab ich mir gestern gekauft. Willst du` s morgen auch benützen?“
„Auja! Die Mädels werden, wenn ich das Shampoo trage, die Finger nicht mehr von mir lassen können!“ grinst er.
„Ja, das denk ich auch!“ ich lächle - würden sie auch so nicht. Dafür sieht er einfach zu gut aus!
„Aber was wolltest du mir jetzt nochma sagen?“
„Achso, ja. Sorry…! Ich wollte dir sagen, das ich echt froh bin dich als beste Freundin zu haben - zumindest wenn man mal davon absieht das ich schon mit so ziemlich jeder Sache die aus deinem Mund kommen kann, ähm. Na ja… mehr oder weniger freiwillig in Berührung gekommen bin…“
„Nach dem letzten Satz muss ich mir das bei dir noch mal überlegen!“
„Ja, ja… und nachher klebst du mir wieder am Hals…“ versucht er mich zu ärgern.
„Pah! Kalt wie ein Eisblock werd ich sein! Jawohl! Und auch nicht` s mehr mit dir reden bis wir bei den anderen sind!“
„Na, da bin ich ja mal gespannt.“
Ich auch. Wahrscheinlich halte ich` s nicht mal eine Minute aus ohne mich mit ihm zu unterhalten…
„Du weißt schon das ich auch noch andere beste Freunde habe?“ fällt es mir kurz vor der Landung ein.
„Ha, ha, ha! Verloren! Hach… ich kenn dich einfach zu gut!“

Nachdem wir mit dem Bus vom Flugplatz zur Flughafen Halle gefahren sind, stehen wir am Rollband und warten auf meine zwei Koffer.
Wir diskutieren schon seit unserer Ankunft am Berliner Flughafen, vor 2 ½ Stunden, darüber ob man für vier Tage wirklich zwei große Koffer braucht.
Ich bin eindeutig für ja! Hallo? Ich bin ein Mädchen! Und Mädchen benötigen eben auch auf einer kurzen reise sehr viel Zeug!
Aber bringt ja nix wenn man darüber mit nem Typen quatschen will. Die verstehen das nicht. Und Andi mit seiner popeligen, kleinen Reisetasche erst recht nicht!
Mein erster Koffer kommt angerollt und ich versuche ihn vom band zu ziehen. Klappt leider nicht, weil er >ein bisschen< zu schwer ist…
Andi verdreht die Augen, während ich wild an meinem Koffer zerre. Er stellt seine Tasche auf den Boden, zieht einmal kurz am Henkel von meiner >Tasche< und schon steht der Koffer heil auf dem Boden zwischen uns.
„Danke!“ sage ich mit meiner Babystimme und drücke ihn fest an mich.
„Du bist der Beste!!!“
„Ja, ja… das sagst du bloß weil du das mit dem sabbern vorhin wieder gut machen willst!“ grinst er frech - ich wusste es doch!
Ich beobachte das Rollband - „Kuck mal! Da kommt mein anderer Koffer!“ erwartungsvoll schaue ich Andi an.
Er schnaubt einmal genervt, läuft aber trotzdem zum band um mir meinen Koffer zu holen.
Ich weiß was er denkt - das er froh ist das er die nächsten tage nicht nur mit mir alleine verbringen muss… Aber er hat mich lieb und deswegen weiß ich auch, dass er alles für mich machen würde - ich für ihn auch!
Nachdem wir alles zusammen haben machen wir uns auf den Weg, nach draußen, in die Ankunftshalle.
„Was glaubst du, wer holt uns ab?“
„Puh… keine Ahnung. Aber die Jungs sicherlich nicht! Das gäbe ja ein Theater bevor sie überhaupt aus dem Auto gestiegen sind…!“ meine ich und blicke mich in der Halle um.
Ich kann niemanden erkennen der mir bekannt vorkommt und Andi geht es wohl genauso.
„Kuck mal, da!“ ich habe einen Typen entdeckt der ein Schild hochhält.
„Andi & Ve“ steht drauf.
„Gott, is das ein Brummer!“ murmelt Andi mir zu während wir uns auf den Mann zu bewegen. Ich muss kichern. Er hat Recht! Der Typ ist ungefähr 2 Meter groß, 150kg schwer und sieht… nicht sehr freundlich aus!
„Ähm… hey! Ich bin Andi und das“ Andi zeigt auf mich „ist Ve. Sie holen uns ab?“
„Jup!“ brummt der Brummer. Man merkt ihm sofort an, das er es nicht unbedingt toll findet zwei Halbreife vom Flughafen abzuholen.
Aber da muss er durch. Uns kann` s egal sein!
Er führt uns nach draußen zum Van, wirft meine Koffer mit Leichtigkeit in den Kofferraum - dabei werfe ich Andi einen bedeutungsvollen Blick zu und grinse - und wir fahren los.
Im Auto hören wir beide einzeln Musik über unsere iPods - ich liege wieder auf Andi` s Schulter - und kucken aus den verdunkelten Scheiben.
Man kommt sich immer Automatisch irgendwie total wichtig vor, wenn man in einem coolen (!!!) Van mit verdunkelten Scheiben sitzt! Und der Van in dem wir sitzen ist definitiv cool! Die Sitze sind weich gepolstert und mit beige farbenem Leder überzogen, es gibt eine Minibar und die Knöpfe sind vergoldet.
Der Verkehr in Hamburg ist, wie jedes Mal wenn wir hier sind, zwar ein Graus, aber es ist sehr amüsant die Leute zu beobachten wie sie versuchen einen Blick in unser Auto zu erhaschen.
Ich ziehe Andi den Stöpsel aus dem Ohr „Ich komm mir vor wie ein Star!“ flüstere ich ihm zu und er grinst breit.
„Stimmt!“ flüstert er zurück „Aber wir sind ja auch was ganz besonderes!“
Ich kichere und unser Fahrer wirft einen mürrischen Blick durch den Rückspiegel. Als sich unsere Blicke treffen höre ich schlagartig auf mit kichern. Er macht mir irgendwie Angst!
Mit der Zeit entfernen wir uns aus der Stadt und fahren über Bundesstraßen an Wiesen und Bäumen vorbei. Langweilig! Sowas kann ich auch zu Hause oft genug ankucken!
Aber das ist nun mal die Lüneburger Heide. Und dafür das die Jungs nicht direkt in Hamburg wohnen, können sie ja schließlich auch nichts.
John Mayer singt zärtlich „Your Body is a Wonderland“ in mein Ohr und ich nicke fast ein. Wieso bin ich heute nur so müde???
Ich setze mich wieder aufrecht hin, weg von Andi` s Schulter, damit ich im Fall der Fälle nicht schon wieder auf ihn sabbere…
„Hey, du hast ja zwei verschiedene Paar Socken an!“ fällt mir auf als ich seine Schuhe, ausgelatschte rote Chucks, betrachte.
„Ja, ich dachte ich setze mal ein Statement!“ Er grinst.
„Was für ein Statement kann man denn bitte mit zwei verschiedenen Paar Socken setzen?“ frage ich ihn und schon befinden wir uns in einer heftigen Diskussion über - Socken!
Das geht ständig so! Wir diskutieren über alles! Wieso beim Burger King die Mayonnaise schlechter schmeckt als beim McDonalds, wieso Bill Clinton damals seine Frau betrogen hat, wieso keine Sonne scheint, wieso es regnet, usw., usw.
Da werden keine Themen ausgelassen! Für Außenstehende ist das vielleicht nervig - aber uns macht` s Spaß.
Nach eineinhalb Stunden Fahrt - dank des Hamburger` Verkehrs - halten wir endlich vor dem alten Bauernhaus, und ich bin schon ganz aufgeregt!
Auch Andi ist unruhig. Wir haben die anderen jetzt schon seit 2 Monaten nicht mehr >in natura< gesehen und leiden schwer unter Entzug.
Das kann man einfach nicht machen - beste Freunde so lange voneinander trennen!
Wir grinsen uns an „La, la, la… ich freu mich soooo!“ singe ich und er stimmt mit ein.

Kapitel 2
Ich ziehe die Van-Türe auf während unser Fahrer unser Zeug aus dem Kofferraum holt. Andi steigt hinter mir aus dem Wagen und wir gehen gemeinsam zur Tür - das Gepäck kann warten! Ich drücke auf die Klingel.
„Ja?“ raschelt es zwei Sekunden später durch die Gegensprechanlage.
„Wollen Sie zwei heiße Lesben in Aktion sehen? Dann drücken Sie jetzt auf den Türöffner!“
„Aber immer doch!“ lacht Gustav durch den Lautsprecher und es ertönt ein surren.
Ich drücke die Türe auf und renne die steilen Treppen nach oben.
"Hey!!! Da seid ihr ja endlich!" ruft er auf dem Absatz stehend.
"Hi!" juchze ich und falle ihm in die Arme. Er gibt mir einen, freundschaftlichen, Kuss auf die Wange und drückt mich an sich.
"Ich hab euch so vermisst!" ehrlich gesagt muss ich fast heulen. Früher haben wir eigentlich so ziemlich jeden tag miteinander verbracht. Und wenn man dann halt statt zu sechst nur noch zu zweit ist, ist das schon irgendwie einsam.
"Wir euch auch! Seit drei tagen sprechen wir fast nur noch davon das ihr endlich kommt!"
Wir grinsen uns an. "Wo sind die anderen? In der Küche?"
Gustav nickt und lässt mich los, ich hüpfe in Richtung Küche während Andi die Treppe nach oben kommt.
Die Küche ist leer. Wo sind die nur alle? Eigentlich hatte ich meinen Auftritt so geplant:
Ich stehe im Türrahmen, schreie laut "Buh!" und sie >erschrecken< sich ganz fürchterlich.
Ja. Ich stehe im Türrahmen. Und ich hab auch "Buh!" geschriehen. Aber hier ist keiner der sich erschreckt hat, geschweige denn überhaupt jemand der sich erschrecken könnte! Enttäuscht drehe ich mich um, da greift plötzlich eine Hand, hinter der Tür hevor, nach mir.
"Hier geblieben!" ruft die Hand und ich werde einmal im Kreis gewirbelt.
"Längere Haare, schmäler als sonst - ich glaube du musst mal wieder richtig gefüttert werden!"
Schwungvoll und laut lachend lande ich in Georgs Armen.
Er fängt an mich zu kitzeln und ich muss noch mehr lachen.
"Kitzelmaschine! Kitzelmaschine! Du glaubst doch wohl nicht, das du hier jetzt so einfach loskommst?" lacht Georg.
Ich versuche mich aus seinen Armen zu winden, habe aber einfach nicht genügend Kraft. "Lass mich! Lass mich!" kichere ich "Ich... ich mach mir gleich in die Hose!" Lachtränen kullern mir aus den Augen und ich kann mich kaum noch auf den Beinen halten - ich bin einfach zu kitzelig!
Man kann meine Situation getrost Wehr- und Machtlos nennen!
Aber egal wie sehr ich bitte und bettel - Georg hört nicht auf mit kitzeln sondern amüsiert sich prächtig über meine >schreckliche< und >auswegslose< Situation.
"Georg! Georg! Ich kann nicht mehr!" keuche ich und breche lachend auf dem Küchenboden zusammen.
"Nein, georg! Lass sie nicht gehen!" höre ich es aus Richtung Tür.
"Oh nein!" mir schwant böses!
2 Sekunden später sitzt der nächste rücklings auf mir während ich auf dem Bauch liege.
"Oh Gott! Nein! Nein! Nicht die Füße!" keuche ich kichernd, aber es wäre ja zu schön um wahr zu sein, wenn die beiden darauf hören würden.
Georg und Tom lachen sich fast schlapp, während sie mich an den Füßen fast totkitzeln.
"Aufhörn! Aufhörn! Ich mach mir in die Hose!" flehe ich, immernoch kichernd.
"Nix da! Hier wird nicht gepinkelt!" ruft Tom lachend und die Beiden machen stur weiter.
"Hey, hört auf hier so..." Gustav steht im Flur und beobachtet meine Qualen.
"Ach... dann is ja okay!" meint er schulterzuckend, als er sieht, wieso wir so laut schreien. "Soll ich mitmachen?" fragt er mich hinterlistig.
"Nein! Nein!" meine Blase drückt wirklich ganz gefährlich und ich halte das nich mehr lange aus!
Tom und Georg kitzeln mich weiter unbeirrt an den Füßen und in den Kniekehlen während sich Gustav neben mich auf den Boden setzt und mich angrinst.
"Was krieg ich wenn ich ihnen sage sie sollen aufhören?"
"Gustav!" kommt es empört von Tom.
"Pssst... wartet!" er hält seinen Zeigefinger an den Mund.
Ich versuche ihn mit meinem "bösen Blick" zu treffen, funktioniert allerdings nicht so gut, weil ich immernoch kichere wie blöd und aus vollem Hals lachen muss.
"naaa?"
Fieberhaft denke ich nach. "Ich leih dir die nächsten vier Tage mein neuestes PSP-Speil aus!"
Er überlegt kurz. "Was meint ihr Jungs? Lassen wir Ve springen?" fragt er Tom und Georg, die das Kitzeln mittlerweile Gott sei Dank ein bisschen eingeschränkt haben.
"Hmm... hmm... hmm..."
"Ich warne euch...!" Klar das die >Drohung< an ihnen abprallt, besonders in meiner momentanen Situation - Tom sitzt immernoch auf mir drauf.
Aber Gott sei Dank! Sie entscheiden sich für die nette Variante und Tom erhebt sich von meinem Rücken.
Ich rappel mich so schnell es geht auf, und nehme mir einen Kochlöffel vom Hacken über dem Herd, den ich wie eine Waffe vor mir schwinge.
"Kommt mir ja nicht zu nahe!" lache ich und stochere mit dem Kochlöffel in der Luft herum.
Die Jungs gackern sich immernoch einen ab, lassen mich aber bereitwillig gehen, aus Angst vor meiner Waffe nehme ich an.
"Wo ist Bill eigenlich?" fällt es mir gerade noch so ein, bevor ich das ganze Bauernhaus ablaufen muss, auf der Suche nach ihm.
"Der hat sich im Bad verschanzt!" Tom schenkt sich ein Glas Cola ein "Andi müsste auch noch bei ihm sein."
Immernoch den Kochlöffel in der hand schwingend - man weiß ja nie! - mache ich mich auf den Weg zum Bad. Bin ja ma gespannt was ihn so von dem gebrüll aus der Küche ablenkt das er das nicht gehört hat.
Andi kommt mir auf dem Flur, aus dem Wohnzimmer, entgegen. "Die anderen sind in der Küche!"
"Ja, ich weiß. Und Bill ist im Bad." meint Andi.
"Jup, weiß ich schon."
"Haben sie dich arg gequält, Ve?" er grinst.
"Oh... du hast ja keine Ahnung!" versuche ich ihm düster zu antworten, aber ich kann ein Lachen nicht unterdrücken.
"Ach... ich hab kein Mitleid mit dir!"
Ich schwinge den Kochlöffel "Pass bloß auf! Ich hab eine Waffe!" lache ich.
"Oh, oh!" macht er und rennt den Flur entlang Richtung Küche.
Ich bin von Weicheiern umgeben! Die haben alle Angst vor mir!
Vor der Badezimmertür lege ich den Kochlöffel auf den Boden und drücke langsam die Klinke nach unten.
Durch den Spalt sehe ich Bill an der Toilette stehen. Er zieht sich einen seiner Socken an und singt laut zu einem der Lieder von The Rasmus, die er auf seinem iPod hört, mit.
Als ich hinter ihm stehe schiebe ich meine Arme unter seinen hindurch und umarme ihn.
Er ist so dünn! Man kann jede einzelne Rippe spüren. Jedesmal, wenn ich wieder ein neues Bild von ihm sehe auf dem er so abgemagert ausschaut, bekomme ich Angst um ihn. Ich möchte nicht das er eines tages mal einen zusammenbruch hat oder so! das muss echt nicht sein!
Als er meine Umarmung spürt hört er schlagartig mit dem singen auf. Er dreht sich zu mir um und wir kucken uns an.
ganz lange. Einfach so. Seine Musik läuft immernoch. Er hat sich nicht geschminkt. Ungewöhnlich. Aber ich mag`s. Bill mustert mich. Es ist als würde er mein ganzes Gesicht mit seinen Augen abtasten.
Ich beuge mich nach vorne und will ihm einen Kuss auf die Wange geben. Aber genau in dem moment dreht er seinen Kopf nach rechts und anstatt nur seine Wange, treffen meine Lippen seine.
Nur ganz kurz, weil ich fast im selben Augenblick einen Schritt nach hinten gehe.
Trotzdem stehe ich immernoch in seiner Umarmung. Alles um uns herum steht still und wir starren uns einige Sekunden lang an.
Keiner von uns zuckt auch nur mit der Wimper. Wir versinken gegenseitig in unseren Augen und ich spüre da so etwas...
Plötzlich wird mir klar was sich hier zwischen mir und einem meiner besten Freunde eigentlich abspielt! Schnell löse ich mich aus seiner Umarmung.
"Was ist?" fragt er, irgendwie verletzt, enttäuscht und schüchtern.
"Ich...Was machen wir hier eigentlich?" ich bin aufgewühlt, weshalb die Frage barscher klingt als sie eigentlich sollte.
"Wir haben uns doch nur umarmt!" meint er verständnislos.
Aber das stimmt nicht. Wir haben uns nicht nur umarmt! Da war was! So ein Gefühl! Aber ich will das nicht fühlen! Nicht bei ihm!
Oder hab ich mich getäuscht?
Einfach so tun als wäre alles normal. Das ist das beste!
Ich ziehe ihm die Stöpsel aus den Ohren. "Komm. Wir gehen in die Küche. Zu den anderen!" meine ich und gehe als erste von uns beiden aus dem bad.

Kapitel 3
Die Stimmung zwischen Bill und mir ist angespannt. Allerdings gerät das was eben im Bad passiert ist, ein bisschen in Vergessenheit, weil irgendwie jeder Hunger hat! Ich zwar nicht, aber ich muss mich fügen.
"Und was essen wir?" kommt es von Gustav aus der Küchenecke. Auf einmal sind alle Augen auf mich gerichtet. Und ich weiß was das bedeutet!
"Seid ihr wahnsinnig?" lache ich "Ich bin doch nich hergekommen um für euch zu kochen!"
"Aber wieso denn nicht?" fragt mich Tom scheinheilig.
Es gibt genügend Gründe dafür. Ungefähr tausend!
Der Erste: "Wisst ihr noch? Als ihr fünf alle mal heißhunger auf selbstgemachte Wurstbrote hattet? Es hat Ewigkeiten gedauert bis ich, gezwungenermaßen (!!!), für jeden von euch welche gemacht hatte!"
"Stimmt. Sie hat recht! Wir mussten eine Stunde warten!" Danke Andi...
"Okay, okay! Wir sollten uns wirklich was bestellen!" Georg ist von seinem Stuhl aufgesprungen und fuchtelt mit den Händen in der Luft rum. "Oder Essen holen! Ich sag nur ein Wort: Salz!"
Reihum stöhnen alle auf. "Haltet ja die Klappe!" Jedesmal das selbe! Es verfolgt mich!
Genauso wie das mit dem Sabbern! Das wird mich auch auf Ewig verfolgen.
Zum 17. Geburtstag von Gustav hab ich nen Kuchen gebacken. Hab mich damals echt reingehängt und versucht alles so gut wie möglich zu machen.
Nur leider haben wir zu Hause keine Aufschriften auf unseren Streuern was Salz und was Zucker ist... und... naja... ich hab anstatt Zucker Salz in den Kuchen gemacht. Es war das totale Desaster - besonders weil im Grunde der gesamte Kuchen aus Zucker bestand (Ich sag nur: Schokoladentorte!).
Aber zumindest ist es ein sinnvoller Grund dafür, wieso ich unter keinen Umständen kochen sollte.
"Was machen wir dann? So Essensmäßig, mein ich jetzt!"
Wir sprechen alle durcheinander und geben unsere Essenstips ab. Bringt uns allerdings auch nicht weiter, weil keiner das Wort vom anderen versteht.
"Ruhe! Einer nach dem anderen!" ruft Georg in den Raum, immernoch stehend - man merkt halt manchmal doch das er der älteste von uns ist...
"Ve, was meinst du?"
Pizza hab ich komischerweise schon lange nicht mehr gegessen. Also: "Pizza kommen lassen!". Ich nippe an meinem Red Bull - sehr lecker - bin davon abhängig.
"Pizza find ich gut! Aber ich will ins Restaurant!"
"Tom, das geht nicht! Wir können nich ins Restaurant, weil uns da dann gleich jeder erkennt."
Tom zieht die Schnute, von der die ganzen Fans immer sagen, er sähe damit aus wie eine Ente.
"Doch, also wir können eigentlich schon ins Restaurant. Aber Bill und Tom lassen wir hier! Das erspart uns den stress." Andi grinst fies. Aber er hat recht. Nur durch die zwei gibt das immer so ein Theater. Georg und Gustav... mit denen kann man easy weggehen. Die werden nich so schnell erkannt. Aber Tom und Bill würden unter 1000 Menschen noch rausstechen!
Ich stütze meine Ellbogen auf dem Küchentisch auf und lege mein Gesicht in meine Hände. Das ist immer sowas von umständlich mit dem Essen und so...!!!
Gegenüber von mir sitzt Bill und als ich meinen Kopf hebe treffen sich unsere Blicke. Ich schaue demonstrativ weg. Klar hat er nicht`s getan. Aber ich muss mich erstmal mit dem, was vorhin im bad passiert ist, >abfinden<.
Das Gefühl war so... komisch. Total ungewöhnlich!
Bill und Tom vereinen sich und versuchen sich durchzusetzen. Sie wollen unbedingt essen gehen!
Das ganze artet schon wieder in einer ernsthaften Diskussion aus... deshalb füge ich mich.
"Okay. Dann bin ich auch für essen gehen." Jetzt steht es drei gegen drei. Beide Gruppen haben einen starken Willen.
Aber die anderen geben nach. "Und wie soll das gehen?" Gustav schaut ratlos in die Runde.
"Klamottentausch!" Andi grinst herausvordernd.
Scheiße, wir verlieren doch! Es gibt keine andere Möglichkeit als Klamottentausch. Aber Bill und Tom würden das niemals...
"Is gebongt!" ruft Bill in die Runde und springt von seinem Stuhl auf.
"WAS???" Wir - Andi, Georg, Gustav und ich - schauen Bill überrascht an. Tom springt jetzt ebenfalls von seinem Stuhl auf.
"Niemals! Ich zieh mir doch nich dein Zeugs an! Da klemmts mir untenrum ja alles ein! Das is mir viel zu eng!"
"Pah, also wenn mir die Hosen passen und nix wegklemmen dann wird das bei dir nich anders sein. Du hast nämlich keinen Millimeter mehr als ich!!!"
Unverwandt richten sich alle Blicke auf Tom`s bestes Stück - oder zumindest seinen Hosenladen, wo das ja normalerweise sein sollte...
Tom klatscht sich entsetzt beide Hände auf die Hose, und mich klatschts vom Stuhl.
Ich glaub ich krieg mich nich mehr ein vor lachen! Das sollte man wirklich fotografieren! Sein Blick und seine Gesten - göttlich!
Man würde es ja normalerweise nicht denken - aber Tom ist nicht immer so cool wie im Fernsehn!
Und er weiß... wenn er jetzt nicht nachgibt, dann hat er sich vor uns blamiert. Denn jetzt eine Diskussion anzufangen wäre nutzlos!
Wieso Bill allerdings jetzt aufeinmal so scharf drauf ist mit Tom den Klamottentausch zu machen weiß auch keiner. Denn nachdem die Zwei aus der Küche in ihr gemeinsames Zimmer gegangen sind um sich dort umzuziehen, werfen wir uns natürlich - zwar amüsierte - aber auch irgendwie ratlose Blicke zu. Was sollte das?
Jeder kann ja mal seine Meinung ändern. Aber Bill? Im Bezug auf Toms Klamotten? Normalerweise hat er da immer ewig lange Hassballaden drauf, wenn man ihn nur einma fragt ob er nichma mit Tom tauschen würde.
"Was is denn mit dem los?" flüstert Andi uns über den Tisch zu "Hat der was geraucht???"
"Wirklich komisch! Der würde doch eigentlich nichtmal für Geld eine von Toms Hosen anziehen!" Georg kratzt sich an der Stirn.
Plötzlich kucken mich alle an.
"Was???" frage ich zickig. Was wollen die?
"Wir sagen doch gar nix!" meint Gustav scheinheilig.
"Aber ihr wollt!" Also, so langsam werd ich sauer!
Georg räuspert sich. Aber bevor er irgendetwas sagen kann, stehe ich auf und mach mich auf den Weg zu Bill und Tom`s Zimmer.
Ich klopfe nicht an - nackt werden sie sowieso nicht sein - sondern laufe einfach rein und setze mich dann auf eins der zwei Betten. Bill ist wahrscheinlich im Bad und richtet sich, denn nur Tom steht vor dem Kleiderschrank.
"Was gibt`s?" Er hat seinen Kopf in einem von Bill`s T-shirts vergraben und sucht verzweifelt die Öffnung.
"Warte, ich helf dir." Ich stehe vom Bett auf und ziehe ihm das Shirt über die Dreads.
"Nix gibt`s. Aber eigentlich... wäre vielleicht ganz gut wenn du deine dreads offen lässt, oder? Weil ohne Mütze und so, sehen dich die Leute so selten."
"Hm... hast recht. Kannst du mal kurz weg machen?" er zeigt auf das Tuch das er um seinen Kopf hat. Ich brauche ein bisschen bis ich den Knoten gefunden habe und muss ein bisschen unter seinen Dreads rumfummeln, bis ich`s dann endlich mal auf die Rille kriege.
Ich stehe dicht neben Tom und wir grinsen uns an, da kommt auf einmal Bill ins Zimmer. Ich bin ganz beschäftigt mit dem doofen band, aber als ich aufschaue treffen sich unsere Blicke und ich weiß nicht wie ich seinen beschreiben soll...

Kapitel 4
Als Tom ebenfalls Bill`s Blick bemerkt zieht er mich an sich und wirft sich, zusammen mit mir, auf sein Bett.
"Eifersüchtig?" ärgert er seinen Bruder.
Bill zieht abwertend eine Augenbraue nach oben, und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher das Tom da mit seiner Vermutung so daneben liegt.
"Wie kommst du`n da drauf?" fragt Bill patzig und betrachtet sich im Spiegel, der an der Schranktür befestigt ist.
"Nu ja..." fängt Tom an.
Aber ich schau ihn nur böse an und zische leise "Lass das!".
Sichtlich erstaunt lässt er mich schnell los. Das hab ich zwar nicht gemeint - ist mir eigentlich egal. Er ist seit 8 Jahren einer meiner besten Freunde, im Grunde kann er sich an mich dranketten. Aber ich möchte nicht das er sowas sagt.
Ich will nichteinmal das die Vermutung aufkommt das zwischen Bill und mir irgendetwas laufen könnte.
Bill ist mir wichtig - sehr wichtig. Aber wenn etwas zwischen uns passieren würde. Etwas das auf eine Beziehung hinauslaufen würde... ich könnte das nicht! Ich will unsere Freundschaft nicht gefährden! Und das würde ich, bzw. wir, garantiert. Da bin ich mir sicher.
Nicht`s wäre nach einem Scheitern so wie davor. Und womöglich würde das dann auch noch die Freundschaft zu den anderen gefährden.
Aber.. hach! Ich weiß nicht was ich denken soll! Steigere ich mich hier bloß in was rein? Vielleicht hat Bill heute nur einen schlechten Tag und reagiert deshalb auf alles irgendwie komisch. Ich weiß auch nicht... und ich will mir darüber auch keine Gedanken mehr machen!
Mittlerweile hab ich auch hunger und will nur noch was essen. Das lenkt mich sicherlich ab.

Kapitel 5
"Bill! Tom! GENOVEVA!" rufen Gustav, Georg und Andi im Chor "Seid ihr jetzt endlich ma fertg, oder wie schaut`s aus?!"
Wie ein wildgewordener Wischmopp stürme ich aus dem Zimmer.
"Heeeey! Wer hat euch erlaubt mich so zu nennen???" rufe ich und schwinge den Kochlöffel - den ich zu meinem eigenen Schutz immernoch mit mir herumtrage - über meinem Kopf. Die drei stehen im Flur und grinsen sich eins.
Ich hasse es wenn man mich bei meinem vollen Namen nennt! Wie konnten mir meine Eltern auch nur solch einen Namen geben?
Meine Mutter stand bei meiner Geburt sicherlich unter Drogen - mal ganz von den Schmerzmitteln abgesehen!
Nur Verrückte nennen ihre Tochter "Genoveva". Wobei... es ist nicht abzustreiten das meine Eltern verrückt sind. Also kann man es vielleicht ein ganz, ganz, ganz kleines bisschen verstehen. Aber nur wenn man nicht in meiner Lage ist.
Wenn man in meiner Lage ist, weiß man das man sich mit dem namen zu Gespöt der Leute macht. Und deswegen habe ich auch, schon im Kindergarten, jedem mit einem qualvollen Tod gedroht der mich Genoveva nennt!
Ich stürze mich zuerst, wie ein wildgewordener Indianer, auf Andi und haue ihn mit dem Kochlöffel. Nicht stark natürlich!
Aber er soll seinen Fehler spüren! Als ich mit Andi fertig bin, will ich gerade mit Gustav weitermachen - da bricht Georg plötzlich in unkontrolliertes Lachen aus.
Ich drehe mich um - immernoch den Löffel gegen Gustav erhoben - und muss ebenfalls anfangen zu lachen.
Bill und Tom stehen vor uns wie zwei begossene Pudel. Beide im Outfit des jeweils anderen. Sie fühlen sich sichtlich unwohl, aber ich find`s einfach nur klasse!
Auch Andi und Gustav können sich kaum noch halten und Andi treibt das ganze noch auf die Spitze indem er die Zwei mit seinem Handy fotografiert.
Tom und Bill grinsen jetzt ebenfalls. "Sehen wir nicht hammer geil aus?"
"Oh ja...! Man muss schon zugeben...: affengeil!" gackert Georg und rutscht die Wand hinunter.
"Gehen wir?" fragt Bill und versucht möglichst cool in den weiten Schlabberhosen an uns vorbei zu laufen.
"Ähäm... Bill? Was machst du da?" frage ich unsicher und starre auf seine Beine.
"Naja... hab mir gedacht, ich versuch mal irgendwie die Hose >zu leben"Die Hose leben! Da musst du aber noch ein weilchen üben!" lacht Gustav und kuckt belustigt zu, wie Bill einmal durchs Wohnzimmer und wieder zurück läuft.
Dabei geht er bei jedem Schritt in die Knie und schleudert seine Beine unkontrolliert nach vorne.
Auch Tom versucht sein bestes, in der Hose die ihm alles abklemmt, und marschiert einmal durch`s Wohnzimmer. Sein Machogang passt irgendwie so ganz und gar nicht zu Bills zerfetzer Hose. Aber sein Bruder übertrifft mit seiner Gangart wirklich alles!
"Also ich würde euch nicht gleich erkennen." meint Andi und legt seinen Kopf von einer Seite zur anderen, um die Jungs richtig zu betrachten.
Ich muss wirklich zugeben... wenn ich ein Fan wäre - ich würde sie auch nicht gleich erkennen!
Bill hat seine Haare ungestylt und ist ungeschminkt. Er trägt keinerlei Schmuck und Toms Basecap sitzt ihm schief auf dem Kopf.
Toms Haare fallen weit über seine Schultern - wenn er nen Zopf hat sieht man gar nicht wie lang sie schon sind!
Ohne Mütze sieht er ganz anders aus und Bills Klamotten tragen auch nicht unbedingt wenig dazu bei...
"Ja, ich denke so können wir euch mitnehmen!" Georg klappert, mittlerweile etwas von seinem Lachkrampf erholt, mit dem Hausschlüssel "Und jetzt kommt - das Taxi wartet unten schon!"

Kapitel 6
Nachdem wir essen waren - keiner hat die Jungs erkannt, Gott sei Dank lief alles reibungslos und hat nich in nem Desaster geendet - sitzen wir alle zusammen im Wohnzimmer.
Ich belege zusammen mit Georg das zweier Sofa, während Tom und Andi auf dem Fünfer vor sich hinschnarchen, Gustav in der Hängematte liegt, die an der Decke angebracht ist, und Bill mit beiden Beinen angewinkelt auf dem Sessel sitzt.
Die Jungs zwingen mich dazu "The Ring" anzukucken und ich weiß jetzt schon - die Nacht wird für mich schrecklich werden!
Ich kauere zwar ängstlich neben Georg auf meinem Platz und kralle ihm meine Fingernägel in den Oberarm sobald nur etwas annähernd schlimmes kommt. Aber ich hab ja immernoch meine Schlafbrille auf der Stirn die ich mir - wenn`s tatsächlich zu schlimm wird - über die Augen ziehe.
Die Jungs haben sich vorhin natürlich halb schlapp gelacht als sie das gesehen haben.
Aber als ich ihnen dann gedroht habe, dass ich jeden von ihnen heute Nacht einzeln aufwecken werde wenn ich Angst habe, sind sie plötzlich ganz still geworden und haben sich wieder zur Glotze gedreht - man muss halt nur wissen wie`s geht.
Genau in diesem moment krabbelt das böse schwarzhaarige Mädchen mit einem unheimlichen Grunzen aus dem Fernseher und ich kralle unwillkürlich meine Fingernägel in Georg`s Fleisch.
Der zieht scharf die Luft ein und verzieht das Gesicht.
"Sorry. Aber solche Filme sind einfach nix für mich." seufze ich entschuldigend und ziehe mir vorsichtshalber die Schlafbrille über die Augen.
"Ach, damit wir`s nicht schon wieder vergessen..." meint Gustav schläfrig und dreht sich mit der Hängematte so, dass er Georg und mich ankucken kann "morgen haben wir nen Promo-Termin für`s neue Album. So `n Radiointerview. Is schon alles mit David abgesprochen das ihr mitkommt. Is doch okay, oder?"
"Ja, geht klar! Aber ich glaub Andi geht da dann nich mit. Der muss da doch zu seiner Tante."
"Der Arme!" seufzt Bill. Gustav, Georg und ich nicken nur.
Andi ist wirklich arm dran. Seine Tante ist echt `n schlimmer Dragoner! Sehr verschroben und sie besteht immer auf ihre Meinung.
Egal bei was, sie hat recht! Und daran ist auch nicht zu rütteln.
Wir hassen sie außerdem alle für ihre selbstgerechte Art. Andi verträgt das auch nich. Aber er musste seiner Mutter versprechen das er sie besucht. Sonst hätte er nich mit dürfen. Wie der ihre Kinder - also die von der Tante - das aushalten frag ich mich echt. Ich glaub ich würde austicken, wenn ich mehr als zwei Stunden mit ihr verbringen müsste.
"Wird ihn ganz schön ärgern... er wäre sicherlich gern dabei." gähnend stehe ich auf "Jungs, ich pack`s nicht mehr! Bin noch so müde von gestern abend..."
"Jetzt schon?"
Schon leicht verpeilt schau ich auf meine Uhr. "Georg. Es ist halb zwei!"
"Naja, okay. Gut. Dann darfste halt gehen." seufzt er.
"Wann müssen wir denn dann morgen raus, wegen dem Interview? Und wo is`n das?"
"Is in Hamburg und David kommt morgen her, der weckt uns dann auf." Bill ist mir gegenüber schon den ganzen Abend lang reserviert. So langsam nervt`s!
Ich weiß ja selber nich was ich im Bezug auf ihn denken soll. Aber deswegen stell ich mich nich an wie der letzte Mensch auf Erden. Und so bescheuert behandeln, wie er mich, tu ich ihn auch nich!
Aber ihm das jetzt noch an den Kopf zu werfen wäre nutzlos. Erstens würde er es leugnen, und zweitens will ich da nich vor den anderen drüber sprechen.
Ich schlurfe aus dem Zimmer. "Ach.. ich schlaf bei dir Gustav!" nuschle ich noch verschlafen als ich schon fast aus der Tür bin.
"Geht klar." höre ich Gustav noch aus dem Hintergrund sagen, als ich schon fast vor unserem Zimmer stehe.
Wie Bill in dem Moment kuckt ist mir momentan eigentlich so ziemlich egal. Ich versteh ihn und sein Verhalten zwar nicht - aber ich weiß auf jeden Fall das er angepisst ist. Denn normalerweise schlafen wir zwei immer zusammen in einem Zimmer.
Als ich ferig abgeschminkt und im Schlafanzug - Nicihose und Top - im Bett liege, kommt mir noch die Frage in den Kopf, wieso ich eigentlich nicht bei Bill schlafen wollte.
Aber ich komme nicht mehr dazu mir diese zu beantworten, denn da bin ich schon eingeschlafen.

Kapitel 7
Mufflig wie eh und jeh sitzen wir zu sechst am Küchentisch. David ist um halb acht (!!!) hier aufgetaucht und hat gemeint, er müsse mal nen riesen Lärm veranstalten um uns wach zu bekommen. Okay. Er hat uns wach bekommen. Ja.
Aber die Methode war dann doch mehr als grausam! Mit Bill`s Megaphon, von der letzten Tour, ist er durch den Flur gelaufen - das Ding auf Piepton gestellt.
Zuerst dachte ich es würde brennen und das wär die Feuerwehr. Aber als er dann seinen Kopf durch unsere Tür gesteckt hatte war mir natürlich alles klar!
Müde schlürfe ich mein Müsli. Keiner von uns ist sonderlich gesprächig.
Heute Nacht konnte ich nicht richtig schlafen. Ich lag immer irgendwie halb wach da und konnte nur an ein Thema denken - Bill!
Und wenn ich dann mal geschlafen hab kam in meinen Träumen auch immer nur Bill vor!
Es lässt mir einfach keine Ruhe. Heute Nacht ist mir bewusst geworden, dass ich tatsächlich mehr als nur Freundschaft für ihn empfinde. Es nützt nicht`s das zu leugnen, denn es ist nunmal so. Und da kann ich auch nix dran ändern, wenn ich versuche mir das selbst auszureden.
Und genau das ist ja das Problem! Das da tatsächlich was ist! Das ich da eben nicht`s dran ändern kann.
Denn es macht mich Wahnsinnig immer daran denken zu müssen, was wäre wenn...
Was wäre wenn er nicht so empfindet wie ich. Würde nur das schon unsere Freundschaft gefährden?
Was wäre wenn er so wie ich empfindet und wir uns auf eine Beziehung einlassen? Würde das überhaupt klappen? Wir sehen uns doch so schon kaum!
Und was wäre wenn unsere Beziehung auseinander gehen würde. Könnten wir dann überhaupt noch befreundet sein?
Bill ist mir so imens wichtig! Von meinen fünf besten Freunden kenne ich ihn mit am längsten - seit acht Jahren.
Würde eine mögliche Trennung nicht alles kaputt machen?
Mittlerweile bin ich wirklich verwirrt. Ich weiß schon gar nicht mehr was ich denken soll!
Dazu trägt auch seine abwehrende Haltung bei. Am liebsten wäre ich in diesem Moment zu Hause. In meinem Bett. Ohne mir darüber Gedanken machen zu müssen!
Wäre ich nur daheim geblieben...
David versucht immer wieder eine Unterhaltung mit uns in Gang zu bringen. Wir wollen allerdings alle nicht so recht. Deshalb verwirft er seinen Plan und kuckt aus dem Fenster. Ziemlich Öde die Aussicht. Bäume und Wiesen und Felder.
Das hab ich auch zu Hause...
Eigentlich ist David echt okay. Die meisten Außenstehenden denken ja, er wäre ein Arsch. Er würde die Jungs zu was zwingen das sie nicht wollen, usw.
Aber im Grunde will er tatsächlich nur das Beste für die Vier, was man ihm an seinem Verhalten anmerkt.
Er behandelt jeden - auch Andi und mich - als wären wir seine Kinder, Geschwister, was auch immer (auf jeden fall Blutsverwandte) und gibt sich wirklich Mühe das es uns gut geht.
"Wie kommst`n du nachher zu deiner Tante?" fragt er Andi.
"Andi!" Bill muss ihn gewaltsam in die Seite stoßen. Denn Andi`s Kopf hängt vor Müdigkeit mittlerweile fast in seiner Müslischale und murmelt verwirrende Dinge wie "... hab schon ne frische Unterhose an..." und "... Zahnbürste auch dabei..." in seine Milch.
Nachdem Bill ihn ein zweites Mal in die Seite gestoßen hat schreckt er nach oben.
"Was???" fragt er müde und gereizt, als er sieht das ihn alle amüsiert anstarren.
"Ich wollte wissen wie du nachher zu deiner Tante kommst."
"Die holt mich hier um zehn ab." knurrt er und nimmt einen Löffel voll Müsli.
David wirft einen Blick auf seine Uhr. "Leute, ihr müsst euch fertig machen. Ich räum die Küche auf. Ben ist in eineinhalb Stunden hier und holt uns ab."
"Ach du Scheiße!" ruft Bill und rennt aus der Küche. Für ihn wird es jetzt echt Zeit. Besonders weil wir auch noch alle ins Bad müssen.
"Wie viel Uhr is es denn?" Gustav nimmt einen Schluck von seinem Tee - ich hasse Tee!
"Halb zehn."
"Das schaffen wir nie." Tom macht sich ebenfalls schlurfend aus der Küche.
Bis nur noch David und ich im Raum sind. Er fängt an das Geschirr abzuräumen. Ich würde ihm gern helfen - aber er wehrt ab.
"Was ist mit dir los? Wieso machst du dich noch nicht fertig?" fragt er und stellt unsere Tassen in die Spühlmaschine.
"Ich brauch nicht lang."
David zieht ungläubig eine Augenbraue nach oben.
"Okay. Das ist gelogen." grinse ich "Aber so lange Bill im Bad ist hat sowieso kein anderer ne Chance sich da drin halbwegs richtig zu bewegen, geschweige denn überhaupt rein zu kommen."
"Ja, da könntest du wohl recht haben!" lacht er und wir unterhalten uns noch eine Weile über Gott und die Welt.
Bis Andi seinen verstrubbelten Kopf in die Küche steckt. "Ich bin dann mal weg!" ruft er hastig und rennt eilig die Treppen nach unten.
Wir hören die haustür noch laut ins Schloss fallen. Dann steh auch ich auf und seh zu, dass ich noch einigermaßen gutaussehend aus dem Haus komme.
Im Bad ist natürlich die Hölle los und wir drängeln uns zu Viert vor dem Spiegel rum während Bill gemütlich, auf dem Toilettendeckel sitzend, seine Nägel nachlackiert.
"Sag mal spinnst du?" fährt er mich an, als ich in dem Gedrängel ausversehen an seinen Arm stoße.
"Tschuldigung!" murmle ich und laufe schnell aus dem bad. Ich kann sein Benehmen jetzt gerade wirklich nicht ertragen.
"Was ist eigentlich dein Problem Bill?" höre ich Tom seinen Bruder noch Fragen.
"Ich hab gar kein Problem." wehrt sich Bill.
"Also, wenn du kein Problem hast, dann bin ich Gott. Ein Blinder mit Krückstock sieht doch das du irgendwas wegen Ve hast."
Mehr bekomm ich von der Unterhaltung nicht mehr mit. Ich sitze auf meinem Bett und muss mich erstmal kurz beruhigen.
"So ein Arsch!" flüstere ich vor mich hin "Der kann mich mal!"
Und er kann mich wirklich mal! Mit seinem bescheuerten Benehmen hat er mir schon den ganzen tag gestern versaut!
Die restlichen dreieinhalb Tage werde ich mir das aber sicher nicht gefallen lassen!

Kapitel 8
"Okay - Kopfhörer mit Dreierstecker - wo bist du?" murmle ich ratlos vor mich hin. Ich steh im Aufnahmestudio und hab schon so ziemlich in jeder Schublade rumgesucht die es gibt.
Genauere Angaben konnte David ja auch nicht machen als er meinte, ob ich ma kurz runter ins Studio gehen könne um den Kopfhörer mit Dreierstecker zu suchen.
Ich mein... ich kenn mich ja aus mit dem ganzen Kram - das weiß er und deshalb hat er mich sicherlich gefragt - weil ich den Jungs bei ihren früheren Auftritten meistens beim Aufbau geholfen habe.
Aber von nem Kopfhörer mit Dreierstecker hab ich beim besten Willen noch nie was gehört!
Genervt ziehe ich an einer Kiste die hinter Tom`s Gitarre steht.
"David hat gesagt ich soll dir suchen helfen." kommt es plötzlich aus Richtung Tür.
Ruckartig drehe ich mich um. "Gott hast du mich erschreckt!"
"Sorry." raunt Bill und öffnet eine Kiste neben dem Schlagzeug. "Da isser."
Er zieht einen schwarzen Kopfhörer aus der Kiste und schließt den Deckel. Seit er bei mir im Aufnahmestudio ist hat er mich noch kein einziges mal direkt angekuckt.
Bill ist schon fast wieder aus der Tür draußen, aber ich bin schneller als er und packe ihn am Arm. "Bill, was ist los?"
"Nicht´s ist los!" antwortet er mir mürrisch und will sich von mir losmachen. Aber ich drücke noch fester zu. >Du entkommst mir jetzt nicht, Bürschchen!<
"Wieso bist du dann so?"
"Wie bin ich?"
"Na, komisch."
"Ich bin nicht komisch. Du bist komisch."
"Oh, nein! Ich bin garantiert nicht die die hier komisch ist! Du bist doch der der sich grad anstellt wie der erste Mensch auf Erden!"
"Ach, ja?"
"Ja!"
"Was mach ich denn?"
"Nicht`s! Das ist ja das Problem! Du ignorierst mich. Und wenn du mal was zu mir sagst, dann pampig!"
"Das ist nicht wahr!" antwortet er zickig. Na also! Ertappt. Ich verdrehe die Augen. Lass ihn damit wissen was ich momentan von ihm halte.
Plötzlich schaut er mich direkt an. Automatisch lasse ich seinen Arm los.
Er sagt nicht`s. Langsam kommt er näher und lässt mich dabei nicht aus den Augen. Er macht anstalten mich in den Arm zu nehmen.
Aber ich weiß worauf das hinaus laufen wird! Und ich will das nicht! Denn vorhin habe ich noch mit mir selbst ausgemacht ihn zu ignorieren. Genauso wie meine Gefühle. Das sie da sind weiß ich. Aber ich werde nicht darauf eingehen! Und was sein plötzliches Verhalten jetzt schon wieder soll, weiß ich auch nicht!
Sauer drücke ich ihn von mir weg. "Bill, lass das!"
"Aber, wieso...? Ich..."
"Nein!" Ich renne nach oben in die Wohnung und lasse ihn im Studio stehen wie einen begossenen Pudel.
Ich werde das durchziehen! Ich werde ihn Gefühlsmässig ignorieren! Genauso wie er das mit mir macht. Das wird hart für mich. Aber es ist mir egal!
Und es ist mir auch egal wie er sich fühlt. Denn wie ich mich fühle interessiert ihn ja auch nen Scheiß!

Kapitel 9
Zu sechst sitzen wir in einem abgeschiermten Raum des Radiossenders. Es war die Hölle hier reinzukommen!
Vor dem Sender hatten sich ungefähr dreihundert Fans versammelt, und durch die Menge mussten wir erstmal alle durch! Den es gab keinerlei Absperrungen!
Und eine Tiefgarage gibt`s auch nicht. Man muss direkt von der Straße ins Studio.
Ich hab sowas schon oft miterlebt. Andi und ich durften schon öfter`s bei irgendwelchen Events, Terminen, usw. dabei sein. (Auch etwas cooles an David - der erlaubte das nämlich immer.)
Aber das jetzt - entsetzte mich vollkommen! Wir waren bewaffnet mit 7 Bodyguards. Für Georg, Gustav, Tom und Bill jeweils einen, dann für David und für mich. Und der Siebte musste den Überblick behalten!
Wir stiegen jeweils einzeln aus dem Van. Zuerst die Jungs. Dann David. Dann ich. Ich hatte schon durch die abgedunkelte Scheibe gesehen, was draußen für ein Tumult war. Und der Lärm! Furchtbar!
Dreihundert Kreischies auf einem fleck - das hat nix gutes zu bedeuten!
Ein Schritt aus dem Van und es ging sofort in die tobende Menge. Mein Bodyguard versuchte meinen Oberkörper und mein Gesicht mit seinen großen Armen zu schützen, während er uns durch die tobenden Mädels bugsierte.
Ich hörte ein Mädchen rufen das wissen wollte wer ich bin. Die Freundin von einem der Jungs?
Ich hatte das Gefühl, als würden tausend Hände nach mir greifen!
Die meisten fans denken ja immer entweder zwei Sachen, wenn sie mich zusammen mit den Vier sehen:
Ich bin mit einem von ihnen zusammen oder ich bin selbst berühmt.
Heute waren die Vermutungen irgendwie ausgeglichen, denn ich wurde auch oft nach Autogrammen gefragt.
Zumindest hab ich das so mitbekommen. Ich konnte mich allerdings nicht konzentrieren. Denn die Kraft der tobenden Leute - überwiegend Mädchen - war ziemlich groß. Und mein Bodyguard und ich wurden fast zerquetscht.
Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, indem wir uns zu zweit zum eingang bewegten.
Aber was heißt "wir" bewegten uns? Der einzige der sich von uns beiden bewegte war Thomas - der Bodyguard. Denn teilweise schwebte ich über dem Boden, während er mich in einem seiner Arme hielt und mit dem anderen immernoch versuchte mich vor den ganzen Händen zu schützen.
Letztendlich hatten wir es allerdings alle, mehr oder weniger heil, in den Eingangsraum des Senders geschafft.
Wenn für mich das gedrücke und das ständige anfassen schon schlimm war... ich wollte nicht wissen wie es den Jungs ging!
Ich war nur irgendein Mädchen. Aber sie waren Tokio Hotel! Und im moment gefragt wie nie!
"Ich kann mich einfach nicht dran gewöhnen!" grinste Tom unsicher und lies sich dann auf einen der Sessel, die im Eingangsbereich standen, fallen.
"Geht mir genauso" seufzte Georg und tat es ihm gleich.
Zwei Sekunden später stand eine Mitarbeiterin des Senders - die sich als Ina vorstellte - bei uns und entschuldigte sich immer wieder für das was da draußen gerade abgegangen war.
David war sichtlich sauer und verwickelte sich in eine heftige Diskussion mit ihr - was ihnen eigentlich einfalle usw. Sie wüssten doch alle was bei Auftritten der Jungs immer los wäre!
Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr wie die Diskussion ausging - war zu beschäftigt damit zukucken ob noch alles an mir dran war.
Nur noch das wir dann in diesen raum hier geführt wurden. Gleich findet hier ein Meet & Greet statt und ich weiß schon was das für mich bedeutet - raus aus dem Zimmer.
Hört sich vielleicht fies an. Muss aber sein. Denn wildgewordene fans sehen in jedem Mädchen, das sich bei den Jungs außerhalb eines Meet & Greet´s rumtreibt, eine Rivalin und eine potentielle Freundin von Bill & Co.
Ich hab da schon sehr böse Erfahrungen mit gemacht - Drohungen erster Sahne! Gar nicht lustig wenn man sich in so einer Situation befindet...
"Also, ich hol die Mädels dann jetzt gleich mal rein." meint Ina und kuckt David fragend an.
Der gibt nickend das okay. Und ich mach mich dann auch ma so langsam aus dem Staub.
Doch Ina ist schneller mit den Fans im Schlepptau da, als ich mich aus dem Zimmer verkrümeln kann.
Zwei Mädchen - geschätzte 14 bis 16 Jahre - kommen kreischend reingerannt. Aufgemacht wie die Prostituierten auf dem Straßenstrich! Ich kann`s ehrlich nicht anders sagen!
Die zwei haben Röcke an die so breit sind wie Gürtel, weiße hohe Stiefel und Tops die ihnen ungefähr bis zum Bauchnabel gehen - ich will nur nochmal kurz einwerfen das wir Winter haben (!!!).
Sie werfen sich sofort an Bill und Tom`s Hälse. Und es versetzt mir einen tiefen Schlag in die Magengrube, als ich sehe wie Bill das Mädchen kurz drückt und sich sogar von ihr auf die Wange küssen lässt. Er schaut kurz zu mir rüber und grinst doof - das kann ich mir echt nicht weiter antun!
Möglichst unauffällig verlasse ich den raum. Muss ja nicht sein das die zwei tussis auf mich aufmerksam werden.
Im Eingangszimmer setze ich mich auf den Sessel, auf dem Tom vorhin noch saß.
Bill`s Grinsen geht mir nicht mehr aus dem Kopf! Und der Kuss erst...!
Ich weiß. Das ist der "Job" der Jungs. Sie müssen sich quasi antatschen und abknutschen lassen... Aber dann sein Blick! Was wollte er mir damit sagen?
Wollte er mir eins auswischen, weil ich mich heute nicht habe von ihm küssen lassen?

Kapitel 10
Zum ablenken blättere ich in der InStyle, die auf dem kleinen Tischchen neben mir lag.
"Hey, bist du auch eine der wildgewordenen Tokio Hotel fans?"
Überrascht schaue ich auf - direkt in eines der süßesten gesichter die ich je gesehen habe!
"Ähm... nein, ich... ich bin mit ihnen da!" stottere ich, ganz hin und weg.
"Wie du bist mit ihnen da?" fragt er mich grinsend.
"Ich bin grade bei ihnen zu besuch und begleite sie deshalb."
"Bist du mit ihnen befreundet?"
Gott - er ist ja sowas von süß!!!
"Jap."
"Und wieso bist du dann nicht bei ihnen?" Hm... wieso interessiert der sich da so dafür? Naja.. mir solls recht sein. Meinetwegen kann er sich mit dem Lächeln an mich dranketten!
"Meet and Greet" grinse ich und verdrehe die Augen "Die Mädels könnten ja meinen ich bin mit einem von ihnen zusammen."
Er lacht. "Und das bist du nicht?"
"Nein!" Nein, ich bin es nicht und ich werde es auch niemals sein. Ich will es nicht. Irgendwie sage ich das allerdings ein bisschen zu... forsch. Denn er geht einen Schritt zurück.
"Sorry..." Peinlich, peinlich...
"Nein, nein! Ist schon okay. Ich wollte es ja wissen!" er lächelt wieder so niedlich wie eben. Omg - heirate mich!!!!
"Und bist du so für einer?"
"Ich arbeite hier."
Bitte genauer...!
"Bin Moderator."
"Is ja cool! Wollte ich früher auch immer werden. Aber dann hab ich mich umentschieden..."
"Und wieso??"
Hm... "Weiß ich ehrlich gesagt auch nicht mehr..." grinse ich Schulter zuckend.
"Aber wenn du mir ein paar gute Gründe nennst, das ich es doch mal machen soll, dann entscheide ich mich vielleicht doch wieder dafür!"
"Okay, mach ich später!" grinst er "Aber wir müssen jetzt rein." und deutet auf die Tür neben uns. Ina streckt gerade ihren Kopf zu uns nach draußen.
"Du bist dran Sven."
4.2.07 12:56


4.2.07 - Bild am Sonntag

ZISCH! Kommt Bill bald aus der Dose?

Tokio Hotel sind...süß...prickelnd...und bis oben hin abgefüllt! Häääh? Kein Witz! Bald soll es den Tokio-Hotel-Drink geben - vier Magdeburger Rock-Röhren aus der Dose. Die Firma Rich, die auch schon mit Paris Hilton (25) für Prosecco wirbt, will mit Bill, Tom, Gustav und Georg das Getränk "Rich young - non alcohol" auf den Markt bringen. Natürlich so hip wie bei Paris - in kleinen goldenen Dosen. Rich-Chef Günther Aloys zu Yam!BamS: "Wir wollen unbedingt Tokio Hotel als Werbeträger gewinnen. Sie sprechen eine junge Zielgruppe an. WIr hoffen, dass sie unser Angebot annehmen. Wir werden kommende Woche in München weiter verhandeln." Das Getränk ist alkoholfrei, besteht aus unbehandeltem Traubensaft. Für die Musiker ist der Werbedeal ein Millionenangebot: Der Getränkehersteller will Tokio Hotel am Verkauf jeder Dose beteiligen. So wie bei Paris Hilton, die Gerüchten zufolge rund zehn Cent pro Dose kassiert.
Noch hält das Management von Tokio Hotel alle Getränkepläne unter Verschluss: "Kein Kommentar." Wie hoch ist der Werbewert von Tokio Hotel? Michael Trautmann (42) von der Agentur Kempertrautmann: "Die Jungs haben extremes Potenzial, sicherlich das größte aller Musik-Acts in Deutschland. Sie könnten für Softdrinks,Handys, Fast Food und für alles, was mit den neuen Medien zu tun hat, werben. Und wenn sie auch im Ausland durchstarten, traue ich Tokio Hotel etwas im zweistelligen Millionenbereich zu." Na dann, zisch und prost!
4.2.07 13:50


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"Scream" ab dem 27. August auch in den USA & UK erhältlich!

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Willkommen auf 2girls4tokiohotel.de.vu! Schön das du vorbei schaust. Besuch uns doch bald mal wieder! Deine zwei Webmissen Elli & Sophia.
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